17.03.2026, 23:25
Viertelfinale
Rechnung offen:
Alle Favoriten haben sich am Ende durchgesetzt, auch wenn die Serie zwischen den Tölzer Löwen und den Hammer Eisbären über alle fünf Spiele ging. Das bedeutet, dass es schon im Viertelfinale zum Indianerduell kommt.
Der Skandal:
https://www.youtube.com/watch?v=CU7-DmfNBzE
Wir schreiben den 11.03.2025. Spiel 5 im Duell der beiden Indianerstämme. Die Memminger führen im entscheidenden fünften Spiel des letztjährigen Achtelfinals 2:1. Tobias Möller erzielte knapp eine Minute vor dem Ende den 2:2-Ausgleichstreffer. Keiner beschwerte sich, aber das Schiedsrichtergespann (dessen Namen mir aus Sicherheitsgründen entfallen sind), immerhin DEL-erfahren, entschied auf Torwartbehinderung und ließen den Ausgleich nicht gelten. Ahoniemi soll Flott-Kucis im Tor behindert haben, nur beschwerte sich dieser gar nicht. Kein Memminger beschwerte sich. Die Kommentatoren sprachen von einem „good goal“. Joly auf der Pressekonferenz von einem Skandal. Am Ende sorgte diese Schiedsrichterentscheidung für Empörung einer spannenden Serie, in der die Festung Hühnerberg zumindest wankte! Und es füllte zahlreiche Kommentarspalten und Forenseiten.
Die Heimstärke:
„Hühnerberg, Hühnerberg - niemand siegt am Hühnerberg“ schallt es vor jedem Spiel von den Rängen. Und ja, das hat schon was, wenn sich Fans und Mannschaft vorm Spiel gegenseitig heiß machen. Trotzdem gelang unseren Indianern dieses Kunststück in der PO-Serie 2021/22, als man im Halbfinale auf Memmingen traf. In Spiel 3 gelang ein hart erkämpfter 5:4-Auswärtssieg nach Overtime. Es folgte ein 4:0-Heimsieg und der ECH stand vorm Einzug ins Finale, doch im entscheidenden fünften Spiel der Halbfinal-Serie war erneut der Hühnerberg die Endstation. 3:5 verlor man das letzte Spiel. Memmingen zog ins Finale ein, wo sie den Eisbären Regensburg unterlagen.
Der Ort Memmingen:
Geschichtsträchtig. 500 Jahre freie Reichsstadt mit einer gut erhaltenen Stadtmauer. Schöner Marktplatz, schöne Altstadt und als Wahrzeichen dient das Siebendächerhaus, was nichts anderes ist als ein alter Speicher. Wen‘s dürstet, der ist in der Barfüßer Hausbrauerei gut aufgehoben. Weitere Hotspots sind klassische Altstadt-Kneipen oder die Bar am Bach, klein aber mit Szeneflair. Irish Pub, Wirtshaus, Gin-Bar - Memmingen hat einiges zu bieten. Nur sollte man auch die Etikette wahren, da sind letztes Jahr so einige Nord-Indianer negativ aufgefallen! Daher schützt Eure Leber und trinkt in Maßen mit „ß“, nicht mit „ss“ ...
Der Club:
Streitet sich derweil mit der Stadt Memmingen um infrastrukturelle Probleme, wie moderne Kabinen, Wasseranschlüsse u.v.m. – fast vergleichbar wie die Stammesbrüder im Norden, die für den Angriff DEL2 jüngst mit der Politik sprachen. Der Hühnerberg muss saniert werden und derzeit wird der ECDC laut eigener Aussage ehrenamtlich geführt. Um den Investitionsstau aber händeln zu können und die Professionalisierung voranzutreiben gibt es in Memmingen Pläne, das Personal fest zu beschäftigen. Alles steht und fällt aber mehr oder weniger mit den Entscheidungen der Stadt, wenngleich die Unterstützung seitens der Sponsoren weiterhin groß ist.
Der Trainer:
Daniel Huhn aka 'Chicken' ist der dienstälteste Trainer der Oberliga Süd – mit gerade einmal 39 Jahren. Der gebürtige Münchner ist in seiner vierten Saison Trainer der Indians und verspürt großes Vertrauen seitens Sven Müller, Chef der Süd-Indianer. Nach dem Achtelfinal-Aus in seiner ersten Amtszeit stieß er mit den Indians zwei Mal bis ins Viertelfinale vor, musste sich dort aber beide mal der starken Offensive der mittlerweile insolventen Heilbronner Falken geschlagen geben. Grüße von Calder Anderson und Nolan Ritchie, die nun für die Nord-Indianer stürmen.
Die Spieler:
Linus Svedlund, Tyler Spurgeon und Edgars Homjakovs wurden in Memmingen eingedeutscht. Das ehemalige Peitinger Sturm-Duo um Felix Béauchemin-Brassard und Brett Ouderkirk wurden verpflichtet, kurz vor den Playoffs stießen noch ein Sam Verelst oder Leon Fern hinzu. Kurzum: Der Kader ist so stark austariert, dass man vor Saisonbeginn mit der Süd-Meisterschaft rechnete. Wäre da nicht Deggendorf gewesen, die nicht zuletzt dank der Jackson-Brüder noch nen Tick besser waren. Wobei: Memmingen konnte Deggendorf in der Saison 3x besiegen. Es waren die „vermeintlich einfachen“ Spiele gegen kleinere Clubs, die verloren wurden und so den Süd-Indianern zum Verhängnis wurden. Gewisse Parallelen zu den Stammesbrüdern im Norden sind nicht von der Hand zu weisen.
Fazit:
Ich als Autor dieser Zeilen lege mich fest, dass es eine spannende Serie wird und der siegreiche Stamm auch den Aufstieg in die DEL2 wuppt. Beide Kader sind sehr stark zusammengestellt, jeder Spieler weiß um seine Rolle und es bleibt zu hoffen, dass die Spiele nicht wieder durch die Schiedsrichter entscheiden werden. Vorteil für Memmingen dürfte die Konstanz auf der Trainerposition sowie die Kontinuität im Kader sein. Und wenn das nicht ausreicht, dann das Heimrecht am Hühnerberg. ABER: Auch der Kader der Hannoveraner weiß zu gefallen und hat Vorteile in der Defensive sowie zwischen den Pfosten stehen. Am Ende entscheidet die Tagesform und wir dürfen uns wohl über eine spannende Serie freuen. Irgendwie hab ich so ein Gefühl, dass uns ein Sieg am Hühnerberg gelingt und es auf dieser Welt doch so etwas wie einen Eishockeygott gibt, der Fehler vergangener Tage korrigieren möchte. So zumindest flüstert es mir mein Engelchen auf der einen Schulter, während das Teufelchen auf der anderen Seite die ganze Zeit vom Verpassen des Saisonziels spricht, weil man auf den vermeintlich stärksten Gegner der diesjährigen Playoffs trifft. Boah bin ich gespannt, wie das ausgeht! Müsste ich tippen, würde ich 4:2 für uns tippen, weil wir Freitag mit einem Auswärtssieg starten und auch der Pferdeturm eine Macht ist! #niemandsiegtampferdeturm
Rechnung offen:
Alle Favoriten haben sich am Ende durchgesetzt, auch wenn die Serie zwischen den Tölzer Löwen und den Hammer Eisbären über alle fünf Spiele ging. Das bedeutet, dass es schon im Viertelfinale zum Indianerduell kommt.
Der Skandal:
https://www.youtube.com/watch?v=CU7-DmfNBzE
Wir schreiben den 11.03.2025. Spiel 5 im Duell der beiden Indianerstämme. Die Memminger führen im entscheidenden fünften Spiel des letztjährigen Achtelfinals 2:1. Tobias Möller erzielte knapp eine Minute vor dem Ende den 2:2-Ausgleichstreffer. Keiner beschwerte sich, aber das Schiedsrichtergespann (dessen Namen mir aus Sicherheitsgründen entfallen sind), immerhin DEL-erfahren, entschied auf Torwartbehinderung und ließen den Ausgleich nicht gelten. Ahoniemi soll Flott-Kucis im Tor behindert haben, nur beschwerte sich dieser gar nicht. Kein Memminger beschwerte sich. Die Kommentatoren sprachen von einem „good goal“. Joly auf der Pressekonferenz von einem Skandal. Am Ende sorgte diese Schiedsrichterentscheidung für Empörung einer spannenden Serie, in der die Festung Hühnerberg zumindest wankte! Und es füllte zahlreiche Kommentarspalten und Forenseiten.
Die Heimstärke:
„Hühnerberg, Hühnerberg - niemand siegt am Hühnerberg“ schallt es vor jedem Spiel von den Rängen. Und ja, das hat schon was, wenn sich Fans und Mannschaft vorm Spiel gegenseitig heiß machen. Trotzdem gelang unseren Indianern dieses Kunststück in der PO-Serie 2021/22, als man im Halbfinale auf Memmingen traf. In Spiel 3 gelang ein hart erkämpfter 5:4-Auswärtssieg nach Overtime. Es folgte ein 4:0-Heimsieg und der ECH stand vorm Einzug ins Finale, doch im entscheidenden fünften Spiel der Halbfinal-Serie war erneut der Hühnerberg die Endstation. 3:5 verlor man das letzte Spiel. Memmingen zog ins Finale ein, wo sie den Eisbären Regensburg unterlagen.
Der Ort Memmingen:
Geschichtsträchtig. 500 Jahre freie Reichsstadt mit einer gut erhaltenen Stadtmauer. Schöner Marktplatz, schöne Altstadt und als Wahrzeichen dient das Siebendächerhaus, was nichts anderes ist als ein alter Speicher. Wen‘s dürstet, der ist in der Barfüßer Hausbrauerei gut aufgehoben. Weitere Hotspots sind klassische Altstadt-Kneipen oder die Bar am Bach, klein aber mit Szeneflair. Irish Pub, Wirtshaus, Gin-Bar - Memmingen hat einiges zu bieten. Nur sollte man auch die Etikette wahren, da sind letztes Jahr so einige Nord-Indianer negativ aufgefallen! Daher schützt Eure Leber und trinkt in Maßen mit „ß“, nicht mit „ss“ ...
Der Club:
Streitet sich derweil mit der Stadt Memmingen um infrastrukturelle Probleme, wie moderne Kabinen, Wasseranschlüsse u.v.m. – fast vergleichbar wie die Stammesbrüder im Norden, die für den Angriff DEL2 jüngst mit der Politik sprachen. Der Hühnerberg muss saniert werden und derzeit wird der ECDC laut eigener Aussage ehrenamtlich geführt. Um den Investitionsstau aber händeln zu können und die Professionalisierung voranzutreiben gibt es in Memmingen Pläne, das Personal fest zu beschäftigen. Alles steht und fällt aber mehr oder weniger mit den Entscheidungen der Stadt, wenngleich die Unterstützung seitens der Sponsoren weiterhin groß ist.
Der Trainer:
Daniel Huhn aka 'Chicken' ist der dienstälteste Trainer der Oberliga Süd – mit gerade einmal 39 Jahren. Der gebürtige Münchner ist in seiner vierten Saison Trainer der Indians und verspürt großes Vertrauen seitens Sven Müller, Chef der Süd-Indianer. Nach dem Achtelfinal-Aus in seiner ersten Amtszeit stieß er mit den Indians zwei Mal bis ins Viertelfinale vor, musste sich dort aber beide mal der starken Offensive der mittlerweile insolventen Heilbronner Falken geschlagen geben. Grüße von Calder Anderson und Nolan Ritchie, die nun für die Nord-Indianer stürmen.
Die Spieler:
Linus Svedlund, Tyler Spurgeon und Edgars Homjakovs wurden in Memmingen eingedeutscht. Das ehemalige Peitinger Sturm-Duo um Felix Béauchemin-Brassard und Brett Ouderkirk wurden verpflichtet, kurz vor den Playoffs stießen noch ein Sam Verelst oder Leon Fern hinzu. Kurzum: Der Kader ist so stark austariert, dass man vor Saisonbeginn mit der Süd-Meisterschaft rechnete. Wäre da nicht Deggendorf gewesen, die nicht zuletzt dank der Jackson-Brüder noch nen Tick besser waren. Wobei: Memmingen konnte Deggendorf in der Saison 3x besiegen. Es waren die „vermeintlich einfachen“ Spiele gegen kleinere Clubs, die verloren wurden und so den Süd-Indianern zum Verhängnis wurden. Gewisse Parallelen zu den Stammesbrüdern im Norden sind nicht von der Hand zu weisen.
Fazit:
Ich als Autor dieser Zeilen lege mich fest, dass es eine spannende Serie wird und der siegreiche Stamm auch den Aufstieg in die DEL2 wuppt. Beide Kader sind sehr stark zusammengestellt, jeder Spieler weiß um seine Rolle und es bleibt zu hoffen, dass die Spiele nicht wieder durch die Schiedsrichter entscheiden werden. Vorteil für Memmingen dürfte die Konstanz auf der Trainerposition sowie die Kontinuität im Kader sein. Und wenn das nicht ausreicht, dann das Heimrecht am Hühnerberg. ABER: Auch der Kader der Hannoveraner weiß zu gefallen und hat Vorteile in der Defensive sowie zwischen den Pfosten stehen. Am Ende entscheidet die Tagesform und wir dürfen uns wohl über eine spannende Serie freuen. Irgendwie hab ich so ein Gefühl, dass uns ein Sieg am Hühnerberg gelingt und es auf dieser Welt doch so etwas wie einen Eishockeygott gibt, der Fehler vergangener Tage korrigieren möchte. So zumindest flüstert es mir mein Engelchen auf der einen Schulter, während das Teufelchen auf der anderen Seite die ganze Zeit vom Verpassen des Saisonziels spricht, weil man auf den vermeintlich stärksten Gegner der diesjährigen Playoffs trifft. Boah bin ich gespannt, wie das ausgeht! Müsste ich tippen, würde ich 4:2 für uns tippen, weil wir Freitag mit einem Auswärtssieg starten und auch der Pferdeturm eine Macht ist! #niemandsiegtampferdeturm

