19.01.2026, 11:16
Zum gestrigen Spiel:
Im ersten Drittel mit dem ersten Angriff die frühe Führung erzielt, ansonsten konnten wir uns das bei Timo Herden bedanken, dass wir nicht schon 1:3 zurücklagen. Die kapitalen Schnitzer von Petersen oder Bappert wurden seitens der Leipziger nicht genutzt. Das einzige, was da im ersten Drittel funktionierte, das war das Unterzahlspiel. Doch auch da wieder Strafen, die so typisch sind diese Saison und die nerven. Im zweiten Drittel geht man früh mit 2:0 in Führung, statt aber den Fokus auf die Defensive zu legen, möchte man Hurra-Hockey nach vorne spielen. Roach pennt beim 1:2 und Herden sieht da auch nicht gut aus. Beim zweiten Gegentor verliert Petersen Schwamberger aus den Augen, der die Kelle reinhält und den Schuss abfälscht und beim 2:3 pennen Kolupaylo, der schon beim 2:2 zögerlich agierte, und wieder einmal Roach, dem das alles zu schnell geht. Zusammengefasst hat man im 2. Drittel komplett den Faden verloren. Beim 4:2 war erschreckend, dass die Stürmer gar nicht mehr bereit waren mit nach hinten zu arbeiten. Aubin, Lagacé - warum? Die zwei erfahrensten Spieler lassen Messing, Möller und Herden komplett im Stich. Der 3:4-Anschluss ein schöner Hammer von Petersen und das entscheidende 3:5 - ja entschuldigt, aber was fabrizieren wir da mit 6 Mann auf dem Eis? Statt die Scheibe auf das Tor zu bringen wird stumpf und völlig blind in die Rundung gespielt, Killins lässt sich da übertrumpfen und schlägt dann noch mit der Kelle in den Rücken von Bauer - Fremdschämen pur und man kann froh sein, dass das nicht auch noch ne Strafe gab. Davor schon die zwei Strafen an Petersen und Killins in einer Phase, wo man diszipliniert auftreten muss, absolut dumm. Sah es bei Petersen noch unglücklich aus, haut Killins in einer 1:2-Situation auf die Hand und bekommt ne Strafe. Das lässt einen fassungslos zurück. Und während die Tore Leipzigs zum 1:2, 3:2, 4:2 herausgespielt aussahen, gehört zur Wahrheit auch, dass das 1:0 ein Rebound war, wo Lessard-Aydin am schnellsten schaltete, Gropp beim 2:0 von Aronssons Fehler profitierte und Petersens Hammer eher einem Puckverlust Kolupaylos herausresultierte. Spielen wir offensiver wirklich attraktiver mittlerweile?
Was auffällt:
Zu Saisonbeginn war es unsere Defensive, die uns so stark gemacht hat und wo die individuelle Qualität von Einzelspielern wie Lagacé, Lessard-Aydin usw. den Unterschied zu unseren Gunsten ausmachte. Auch hatte man stets das Gefühl, dass wenn man das Team aus ihren defensiven Fesseln befreit und man schnell umschalten kann - da insbesondere Neugebauer + Kolupaylo erwähnt - man brandgefährlich war. Davon zehrt das Penalty Killing noch heute. Und auch unsere stärkste Phase gestern war das aggressive Forechecking in Unterzahl, womit Leipzig überhaupt nicht zurechtkam.
Als wir noch die Zwei-Spiele-Wochen hatten (bis einschl. 16.11.), hatten wir einen Punkteschnitt von 2,14 und ein Torvcerhältnis von 44:29. Bedeutet, unser Gegentoreschnitt damals war exzellent, auch wenn es nicht attraktiv aussah. Aber wir bekmen in 14 Spielen gerade einmal 29 Gegentore (Gegentoreschnitt 2,07). Und aus dem normalen Zwei-Spiele-Rhytmus wurde ein Drei-Spiele-Rhytmus mit weniger Regeneration und Training. Es kam ein Bruch ins Spiel. Auch, weil angeschlagene Spieler wie Kolupaylo, Lagacé unbedingt spielen wollten. Mag sie ehren, war ihrer Leistung aber nicht dienlich. Trotzdem holte man aus 19 Spielen bis zum 6.1. 12 Siege bei einem Punkteschnitt von 1,79 und einem Torverhältnis von 59:46 (Schnitt: 3,11 : 2,42).
Es folgte die ominöse Krankheitswelle (Glückwunsch übrigens an den Erfinder. Ein kranker Spieler > Serikow > ist keine Krankheitswelle!) mit dem Spiel gegen die Wedemark am 21.12.! In den darauf folgenden 18 Tagen bestritt unsere Mannschaft 7 Spiele und Spieler wie Killins, Lagacé oder Kolupaylo waren angeschlagen, Möller oder Trinkberger fielen gänzlich aus. Man verlor gegen Tilburg, Südheide und Halle - Teams, gegen die man unter normalen Umständen durchaus mal verlieren kann. Die Niederlagen gegen Erfurt und Herne seh ich auch kritisch, aber zwischendurch besiegte man Erfurt 3:0 und Rostock 2:1, man verlor nie mehr als 3 Spiele am Stück.
Trotzdem war man der Meinung, Joly musste gehen, sofort! Am 7.1. folgte die Entbindung von seinen Aufgaben. Die ominöse Behauptung, ein Trainerwechsel wäre alternativlos gewesen, weil die Gerüchteküche ja besagt es würde zwischen der Mannschaft und dem Trainer nicht passen, wird sich mMn in den kommenden Wochen noch widerlegen. Ebenso andere Behauptungen, es wäre sonst alles gegen die Wand gefahren worden. Denn lasst uns mal realistisch festhalten, für was Joly verantwortlich war: 33 Spiele (22 Siege, 11 Niederlagen). Platz 3. 103:75 Tore (3,12:2,27). 64 Punkte (1,94). Man warf ihm einen fehlenden Plan B vor und ein gestörtes Binnenverhältnis aufgrund von Hörensagen.
Der Plan B:
Man hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und keine Alternative für die Trainerbank parat und etwaige Wunschkandidaten stehen entweder unter Vertrag oder wollen eine zu lange Vertragslaufzeit. Also macht man erst einmal mit Igor Bacek und Robin Thomson weiter. Pech? Zufall? Ist das der Plan B? Die Mannschaft spielt jetzt offensiver als zuvor, aber ist sie auch erfolgreicher? 0:3 in Duisburg. Da sahen einige Angriffe schön aus, ja. Aber da standen auch 0 Tore auf der Habenseite. Das Derby wurde gewonnen. Also alles richtig gemacht? Das Spiel gegen Hamm sollte den Erfolg bestätigen. Es folgte die gestrige Niederlage in Leipzig. Also alles gut? Benötigen Bacek und Thomson noch mehr Zeit als zwei Wochen, während das Urteil über Joly in 18 Tagen gefällt wurde? Stichwort Rückendeckung. 4 Spiele, 2 Siege, 10:13 Tore. Ist jetzt irgendwo ein Knoten geplatzt? Spielt die Mannschaft jetzt besser? Hören die 'dummen Strafen' endlich auf? Ist jetzt alles wieder gut? Anscheinend ja...
Kurze Frage zwischendurch: Seit wann ist Pohl noch einmal Teil der Indians-Geschäftsführung? Hier ist er "nur" für Vertrieb und Marketing eingetragen und auch sonst hab ich vom U23-Akteuer nichts öffentlich der 1. Herren betreffend gelesen. Ist das wirklich Zufall, dass nach der Entlassung Jolys - jenem Trainer, der Pohl aus dem Kader strich (jaja, die Knieverletzung war ja der öffentliche Grund) - sich dieser öffentlich äußert? Ist Baceks Trainerrolle wirklich Zufall? Ebenso, dass Robin Thomson nach seinem Intermezzo beim Nachbarn jetzt wieder vollen Zugriff auf die Trainer-Kabine hat. Alles Zufall und der aktuellen Situation geschuldet? Kann ja alles so seine Richtigkeit haben. Kann ja auch alles so Zufall sein. Und vielleicht hat die Mannschaft die öffentliche Kritik des Trainers nicht ertragen. Vielleicht spielt die Mannschaft in ein paar Wochen auch wieder attraktiver und erfolgreicher. Werden wir alles dann sehen. Wissen tun wir ja alle bekanntlich nichts. Ahnung haben wir Foristen schon gar nicht. Also warten wir mal weiter ab und "vertrauen" da unserer Geschäftsführung, wer auch immer gerade da was zu entscheiden hat...
Im ersten Drittel mit dem ersten Angriff die frühe Führung erzielt, ansonsten konnten wir uns das bei Timo Herden bedanken, dass wir nicht schon 1:3 zurücklagen. Die kapitalen Schnitzer von Petersen oder Bappert wurden seitens der Leipziger nicht genutzt. Das einzige, was da im ersten Drittel funktionierte, das war das Unterzahlspiel. Doch auch da wieder Strafen, die so typisch sind diese Saison und die nerven. Im zweiten Drittel geht man früh mit 2:0 in Führung, statt aber den Fokus auf die Defensive zu legen, möchte man Hurra-Hockey nach vorne spielen. Roach pennt beim 1:2 und Herden sieht da auch nicht gut aus. Beim zweiten Gegentor verliert Petersen Schwamberger aus den Augen, der die Kelle reinhält und den Schuss abfälscht und beim 2:3 pennen Kolupaylo, der schon beim 2:2 zögerlich agierte, und wieder einmal Roach, dem das alles zu schnell geht. Zusammengefasst hat man im 2. Drittel komplett den Faden verloren. Beim 4:2 war erschreckend, dass die Stürmer gar nicht mehr bereit waren mit nach hinten zu arbeiten. Aubin, Lagacé - warum? Die zwei erfahrensten Spieler lassen Messing, Möller und Herden komplett im Stich. Der 3:4-Anschluss ein schöner Hammer von Petersen und das entscheidende 3:5 - ja entschuldigt, aber was fabrizieren wir da mit 6 Mann auf dem Eis? Statt die Scheibe auf das Tor zu bringen wird stumpf und völlig blind in die Rundung gespielt, Killins lässt sich da übertrumpfen und schlägt dann noch mit der Kelle in den Rücken von Bauer - Fremdschämen pur und man kann froh sein, dass das nicht auch noch ne Strafe gab. Davor schon die zwei Strafen an Petersen und Killins in einer Phase, wo man diszipliniert auftreten muss, absolut dumm. Sah es bei Petersen noch unglücklich aus, haut Killins in einer 1:2-Situation auf die Hand und bekommt ne Strafe. Das lässt einen fassungslos zurück. Und während die Tore Leipzigs zum 1:2, 3:2, 4:2 herausgespielt aussahen, gehört zur Wahrheit auch, dass das 1:0 ein Rebound war, wo Lessard-Aydin am schnellsten schaltete, Gropp beim 2:0 von Aronssons Fehler profitierte und Petersens Hammer eher einem Puckverlust Kolupaylos herausresultierte. Spielen wir offensiver wirklich attraktiver mittlerweile?
Was auffällt:
Zu Saisonbeginn war es unsere Defensive, die uns so stark gemacht hat und wo die individuelle Qualität von Einzelspielern wie Lagacé, Lessard-Aydin usw. den Unterschied zu unseren Gunsten ausmachte. Auch hatte man stets das Gefühl, dass wenn man das Team aus ihren defensiven Fesseln befreit und man schnell umschalten kann - da insbesondere Neugebauer + Kolupaylo erwähnt - man brandgefährlich war. Davon zehrt das Penalty Killing noch heute. Und auch unsere stärkste Phase gestern war das aggressive Forechecking in Unterzahl, womit Leipzig überhaupt nicht zurechtkam.
Als wir noch die Zwei-Spiele-Wochen hatten (bis einschl. 16.11.), hatten wir einen Punkteschnitt von 2,14 und ein Torvcerhältnis von 44:29. Bedeutet, unser Gegentoreschnitt damals war exzellent, auch wenn es nicht attraktiv aussah. Aber wir bekmen in 14 Spielen gerade einmal 29 Gegentore (Gegentoreschnitt 2,07). Und aus dem normalen Zwei-Spiele-Rhytmus wurde ein Drei-Spiele-Rhytmus mit weniger Regeneration und Training. Es kam ein Bruch ins Spiel. Auch, weil angeschlagene Spieler wie Kolupaylo, Lagacé unbedingt spielen wollten. Mag sie ehren, war ihrer Leistung aber nicht dienlich. Trotzdem holte man aus 19 Spielen bis zum 6.1. 12 Siege bei einem Punkteschnitt von 1,79 und einem Torverhältnis von 59:46 (Schnitt: 3,11 : 2,42).
Es folgte die ominöse Krankheitswelle (Glückwunsch übrigens an den Erfinder. Ein kranker Spieler > Serikow > ist keine Krankheitswelle!) mit dem Spiel gegen die Wedemark am 21.12.! In den darauf folgenden 18 Tagen bestritt unsere Mannschaft 7 Spiele und Spieler wie Killins, Lagacé oder Kolupaylo waren angeschlagen, Möller oder Trinkberger fielen gänzlich aus. Man verlor gegen Tilburg, Südheide und Halle - Teams, gegen die man unter normalen Umständen durchaus mal verlieren kann. Die Niederlagen gegen Erfurt und Herne seh ich auch kritisch, aber zwischendurch besiegte man Erfurt 3:0 und Rostock 2:1, man verlor nie mehr als 3 Spiele am Stück.
Trotzdem war man der Meinung, Joly musste gehen, sofort! Am 7.1. folgte die Entbindung von seinen Aufgaben. Die ominöse Behauptung, ein Trainerwechsel wäre alternativlos gewesen, weil die Gerüchteküche ja besagt es würde zwischen der Mannschaft und dem Trainer nicht passen, wird sich mMn in den kommenden Wochen noch widerlegen. Ebenso andere Behauptungen, es wäre sonst alles gegen die Wand gefahren worden. Denn lasst uns mal realistisch festhalten, für was Joly verantwortlich war: 33 Spiele (22 Siege, 11 Niederlagen). Platz 3. 103:75 Tore (3,12:2,27). 64 Punkte (1,94). Man warf ihm einen fehlenden Plan B vor und ein gestörtes Binnenverhältnis aufgrund von Hörensagen.
Der Plan B:
Man hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und keine Alternative für die Trainerbank parat und etwaige Wunschkandidaten stehen entweder unter Vertrag oder wollen eine zu lange Vertragslaufzeit. Also macht man erst einmal mit Igor Bacek und Robin Thomson weiter. Pech? Zufall? Ist das der Plan B? Die Mannschaft spielt jetzt offensiver als zuvor, aber ist sie auch erfolgreicher? 0:3 in Duisburg. Da sahen einige Angriffe schön aus, ja. Aber da standen auch 0 Tore auf der Habenseite. Das Derby wurde gewonnen. Also alles richtig gemacht? Das Spiel gegen Hamm sollte den Erfolg bestätigen. Es folgte die gestrige Niederlage in Leipzig. Also alles gut? Benötigen Bacek und Thomson noch mehr Zeit als zwei Wochen, während das Urteil über Joly in 18 Tagen gefällt wurde? Stichwort Rückendeckung. 4 Spiele, 2 Siege, 10:13 Tore. Ist jetzt irgendwo ein Knoten geplatzt? Spielt die Mannschaft jetzt besser? Hören die 'dummen Strafen' endlich auf? Ist jetzt alles wieder gut? Anscheinend ja...
Zitat:„Es läuft gut, es gibt keinen Anlass für eine Änderung.“ Maximilian Pohl, Indians-Geschäftsführung (Quelle: HAZ)
Kurze Frage zwischendurch: Seit wann ist Pohl noch einmal Teil der Indians-Geschäftsführung? Hier ist er "nur" für Vertrieb und Marketing eingetragen und auch sonst hab ich vom U23-Akteuer nichts öffentlich der 1. Herren betreffend gelesen. Ist das wirklich Zufall, dass nach der Entlassung Jolys - jenem Trainer, der Pohl aus dem Kader strich (jaja, die Knieverletzung war ja der öffentliche Grund) - sich dieser öffentlich äußert? Ist Baceks Trainerrolle wirklich Zufall? Ebenso, dass Robin Thomson nach seinem Intermezzo beim Nachbarn jetzt wieder vollen Zugriff auf die Trainer-Kabine hat. Alles Zufall und der aktuellen Situation geschuldet? Kann ja alles so seine Richtigkeit haben. Kann ja auch alles so Zufall sein. Und vielleicht hat die Mannschaft die öffentliche Kritik des Trainers nicht ertragen. Vielleicht spielt die Mannschaft in ein paar Wochen auch wieder attraktiver und erfolgreicher. Werden wir alles dann sehen. Wissen tun wir ja alle bekanntlich nichts. Ahnung haben wir Foristen schon gar nicht. Also warten wir mal weiter ab und "vertrauen" da unserer Geschäftsführung, wer auch immer gerade da was zu entscheiden hat...

