05.06.2026, 08:32
Dieses Vorab Philosophieren macht ja schon Spaß und gehört irgendwie zum Hobby; ähnlich wie die Gerüchteküche.
Andernfalls müssten wir die Personalmeldungen zum Kader einfach achselzuckend zur Kenntnis nehmen.
Ich gehöre jedenfalls auch zu der Fraktion, die zu Hause mit Freude schon einmal die Reihen auf dem Papier zusammenbastelt.
Gleichzeitig habe ich mir inzwischen angewöhnt, muss mich aber auch ständig selbst daran erinnern, dass ein wirklich belastbares Fazit zur Leistungsstärke der Mannschaft und einzelner Spieler eigentlich erst rund um Weihnachten gezogen werden kann. In der jüngeren Vergangenheit hat das nicht nur die letzte Saison gezeigt, sondern beispielhaft auch die Saison 2023/2024 mit Dante Salituro: Nach den ersten zehn Spielen dachte man noch, er würde Torschützenkönig werden; leider kam dann nicht mehr allzu viel.
Zum Kader in dieser Saison ist natürlich anzumerken, dass erneut ein kompletter Philosophiewechsel im Vergleich zur „Joly Zeit“ stattfindet. Während letzte Saison der Fokus auf körperlicher Präsenz lag, scheint nun eher das Gegenteil der Fall zu sein. Ich bin wirklich gespannt, wie sich das entwickelt. Aus meiner Sicht hat die körperliche Präsenz in der vergangenen Saison durchaus dazu beigetragen, uns beispielsweise in den Derbys auf Augenhöhe zu bringen. Gegen Memmingen waren wir ohne Trinkberger, Roach, meist ohne Jerry und ohne Lagacy (klein, aber kräftig) nicht nur spielerisch, sondern auch körperlich unterlegen. Insofern habe ich hier ein paar Bedenken. Allerdings soll unsere Herangehensweise wohl ohnehin eine ganz andere sein.
Ein Nachteil dieses ständigen Kaderumbaus ist auf jeden Fall, dass es schwieriger wird, sogenannte „Local Player“ zu entwickeln. Da wir einen Sportdirektor haben, könnte man eigentlich erwarten, dass dieser die konzeptionelle Linie vorgibt und entsprechend der Trainer verpflichtet wird. Das scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Stattdessen wirkt es so, als kämen zuerst der Trainer und dann die Spielidee.
Immerhin halte ich die Spielidee von Baindl in der Oberliga, eine Liga mit Spielern mit begrenzten individuellen Möglichkeiten, für erfolgversprechender als die frühere „Pressing-Idee“ von Joly.
Bei der Verpflichtung von Alec Zawatsky wird Baindl in der entsprechenden Pressemitteilung unter anderem wie folgt zitiert: „Alex ist ein schneller Spieler und bringt die Dynamik mit, die wir für schnelles Umschaltspiel brauchen.“ Sollten wir künftig tatsächlich etwas defensiver ausgerichtet sein und stärker auf schnelles Umschaltspiel setzen, halte ich das für sinnvoll. Gerade durch die permanent wechselnden Spielfeldgrößen erscheint es mir logisch, den Fokus zunächst auf die Defensive zu legen und dann über schnelles Umschalten (früher auch einfach „Kontern“) die sich bietenden Räume zu nutzen. Joly war die Defensive zwar auch immer sehr wichtig, allerdings wollte er weit vom eigenen Tor verteidigen und früh Druck aufbauen. Das ist aus meiner Sicht etwas anspruchsvoller und zudem ist es dann schwieriger gegen tief stehende Gegner, die mit Mann und Maus verteidigen ein Tor zu schießen. Die Räume sind einfach enger. Und diese besagten Räume öffnen wir möglicherweise, wenn wir selbst tiefer (defensiver) positioniert sind. Wie hier im Forum bereits treffend formuliert wurde: „Offense wins games, defense wins championships.“
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich freue mich auf die kommende Saison, verfolge täglich gespannt die Diskussionen im Forum und bin neugierig auf das letzte Puzzlestück in unserem Kader.
Andernfalls müssten wir die Personalmeldungen zum Kader einfach achselzuckend zur Kenntnis nehmen.
Ich gehöre jedenfalls auch zu der Fraktion, die zu Hause mit Freude schon einmal die Reihen auf dem Papier zusammenbastelt.
Gleichzeitig habe ich mir inzwischen angewöhnt, muss mich aber auch ständig selbst daran erinnern, dass ein wirklich belastbares Fazit zur Leistungsstärke der Mannschaft und einzelner Spieler eigentlich erst rund um Weihnachten gezogen werden kann. In der jüngeren Vergangenheit hat das nicht nur die letzte Saison gezeigt, sondern beispielhaft auch die Saison 2023/2024 mit Dante Salituro: Nach den ersten zehn Spielen dachte man noch, er würde Torschützenkönig werden; leider kam dann nicht mehr allzu viel.
Zum Kader in dieser Saison ist natürlich anzumerken, dass erneut ein kompletter Philosophiewechsel im Vergleich zur „Joly Zeit“ stattfindet. Während letzte Saison der Fokus auf körperlicher Präsenz lag, scheint nun eher das Gegenteil der Fall zu sein. Ich bin wirklich gespannt, wie sich das entwickelt. Aus meiner Sicht hat die körperliche Präsenz in der vergangenen Saison durchaus dazu beigetragen, uns beispielsweise in den Derbys auf Augenhöhe zu bringen. Gegen Memmingen waren wir ohne Trinkberger, Roach, meist ohne Jerry und ohne Lagacy (klein, aber kräftig) nicht nur spielerisch, sondern auch körperlich unterlegen. Insofern habe ich hier ein paar Bedenken. Allerdings soll unsere Herangehensweise wohl ohnehin eine ganz andere sein.
Ein Nachteil dieses ständigen Kaderumbaus ist auf jeden Fall, dass es schwieriger wird, sogenannte „Local Player“ zu entwickeln. Da wir einen Sportdirektor haben, könnte man eigentlich erwarten, dass dieser die konzeptionelle Linie vorgibt und entsprechend der Trainer verpflichtet wird. Das scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Stattdessen wirkt es so, als kämen zuerst der Trainer und dann die Spielidee.
Immerhin halte ich die Spielidee von Baindl in der Oberliga, eine Liga mit Spielern mit begrenzten individuellen Möglichkeiten, für erfolgversprechender als die frühere „Pressing-Idee“ von Joly.
Bei der Verpflichtung von Alec Zawatsky wird Baindl in der entsprechenden Pressemitteilung unter anderem wie folgt zitiert: „Alex ist ein schneller Spieler und bringt die Dynamik mit, die wir für schnelles Umschaltspiel brauchen.“ Sollten wir künftig tatsächlich etwas defensiver ausgerichtet sein und stärker auf schnelles Umschaltspiel setzen, halte ich das für sinnvoll. Gerade durch die permanent wechselnden Spielfeldgrößen erscheint es mir logisch, den Fokus zunächst auf die Defensive zu legen und dann über schnelles Umschalten (früher auch einfach „Kontern“) die sich bietenden Räume zu nutzen. Joly war die Defensive zwar auch immer sehr wichtig, allerdings wollte er weit vom eigenen Tor verteidigen und früh Druck aufbauen. Das ist aus meiner Sicht etwas anspruchsvoller und zudem ist es dann schwieriger gegen tief stehende Gegner, die mit Mann und Maus verteidigen ein Tor zu schießen. Die Räume sind einfach enger. Und diese besagten Räume öffnen wir möglicherweise, wenn wir selbst tiefer (defensiver) positioniert sind. Wie hier im Forum bereits treffend formuliert wurde: „Offense wins games, defense wins championships.“
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich freue mich auf die kommende Saison, verfolge täglich gespannt die Diskussionen im Forum und bin neugierig auf das letzte Puzzlestück in unserem Kader.


