Vor 10 Stunden
Ich war gestern selbst bei der Sitzung zum Thema Stadionneubau und dem SPD-Antrag anwesend. Auch nach einer Nacht Abstand muss ich sagen, dass mich einige Aussagen aus den politischen Reihen weiterhin mehr als erschrecken.
Interessant war zunächst die geringe Beteiligung aus der Bürgerschaft: Es waren tatsächlich nur zwei Zuschauer beziehungsweise Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Eine „breite Masse“ war also definitiv nicht vertreten. Allerdings ist einigen Politikerinnen und Politikern durchaus aufgefallen, dass diese beiden Personen sehr aufmerksam zugehört und intensiv mitgeschrieben haben.
Die SPD stellte ihren Antrag ausführlich vor. Während der Sitzung erklärte die Verwaltung beziehungsweise die zuständige Dezernatsleitung noch einmal, dass die ursprüngliche Machbarkeitsstudie weiterhin bearbeitet wird. Diese sei zwar während der Diskussion um den SPD-Antrag pausiert worden, könne aber voraussichtlich Ende der Sommerferien oder im Herbst fertiggestellt werden. Gleichzeitig wurde betont, dass inzwischen bereits rund zwei Jahre Arbeit und Kraft in dieses Thema investiert worden seien.
Im weiteren Verlauf wurde die Verwaltung auch zur bisherigen Vorgehensweise rund um die Machbarkeitsstudie befragt. Dabei erklärte die Verwaltung, dass bisher vier Gespräche mit den beteiligten Parteien – also GmbH, e.V. und Stadionbetreiber – geführt worden seien. In diesen Gesprächen seien Aufgaben verteilt worden, auf deren Zuarbeit man bis heute teilweise noch warte.
Besonders bemerkenswert fand ich dabei die Aussage der Verwaltung, dass die bisherigen Fragestellungen eher „oberflächlich“ gewesen seien und man selbst personell beziehungsweise kapazitiv gar nicht die Möglichkeit habe, so tief in die gesamte Thematik einzusteigen.
Auf Nachfrage von Herrn Pieper wurde zudem konkret das statische Gutachten des Stadiondaches thematisiert. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie tief die Verwaltung überhaupt mit den technischen Gegebenheiten vertraut ist – insbesondere auch im Hinblick auf mögliche Umbauten wie das Absenken eines Videowürfels.
Die Antwort der Verwaltung darauf war aus meiner Sicht ernüchternd: Man wisse lediglich, dass ein statisches Gutachten existiere und das Dach aktuell als sicher gelte. Gleichzeitig könne man aber nicht sagen, wie die tatsächliche statische Substanz des Daches aussieht beziehungsweise welche Lasten dort überhaupt angebracht oder aufgehängt werden könnten.
Positiv hervorheben möchte ich ausdrücklich Herrn Pieper von der SPD. Er hat mehrfach darauf hingewiesen, dass am 28. Mai der Fan-Stammtisch stattfindet. Außerdem machte er deutlich, dass er es schade findet, dass einige Parteien das Thema zunehmend zu einer Wahlkampfangelegenheit machen. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass genau diese Punkte beim Fan-Stammtisch sicherlich noch einmal kritisch hinterfragt werden.
Besonders hängen geblieben sind mir zwei Aussagen aus der Sitzung:
Zum einen Herr Cappelmann, der zuvor offenkundig erkennen ließ, dass er den Ideen eines Stadionneubaus grundsätzlich nicht abgeneigt ist – um dann im selben Atemzug für die gesamte CDU das Thema praktisch abzuräumen und sinngemäß zu erklären: „Machen wir nicht.“
Zum anderen die Grünen in Person von Herrn Mettell. Dort wurde sinngemäß erklärt, man wisse zwar durchaus, dass perspektivisch Handlungsbedarf bestehe, sehe aktuell aber keinen Anlass, in Hannover schnell tätig zu werden.
Ergänzend dazu blieb auch eine Aussage aus den Reihen der FDP im Gedächtnis. Der betreffende Vertreter, der wohl auch den Änderungsantrag mit formuliert hatte, erklärte sinngemäß, dass die Scorpions aktuell zwar nicht zwingend neu bauen müssten, für einen möglichen Neubau jedoch aus seiner Sicht nur das ehemalige Deurag-Nerag-Gelände in Misburg infrage käme. Begründet wurde dies vor allem mit der benötigten Flächengröße für ein solches Projekt.
Mein Eindruck nach dieser Sitzung ist leider, dass das Thema – mit Ausnahme der SPD – bei vielen Parteien zunehmend zu einem wahlkampftaktischen Thema wird. Dabei hätte man mit ernsthaften Verhandlungen und einer positiven Abstimmung über den gestrigen Antrag durchaus ein anderes Signal senden können.
Es bleibt spannend, wie es weitergeht – allerdings aktuell eher mit wenig Begeisterung.
Interessant war zunächst die geringe Beteiligung aus der Bürgerschaft: Es waren tatsächlich nur zwei Zuschauer beziehungsweise Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Eine „breite Masse“ war also definitiv nicht vertreten. Allerdings ist einigen Politikerinnen und Politikern durchaus aufgefallen, dass diese beiden Personen sehr aufmerksam zugehört und intensiv mitgeschrieben haben.
Die SPD stellte ihren Antrag ausführlich vor. Während der Sitzung erklärte die Verwaltung beziehungsweise die zuständige Dezernatsleitung noch einmal, dass die ursprüngliche Machbarkeitsstudie weiterhin bearbeitet wird. Diese sei zwar während der Diskussion um den SPD-Antrag pausiert worden, könne aber voraussichtlich Ende der Sommerferien oder im Herbst fertiggestellt werden. Gleichzeitig wurde betont, dass inzwischen bereits rund zwei Jahre Arbeit und Kraft in dieses Thema investiert worden seien.
Im weiteren Verlauf wurde die Verwaltung auch zur bisherigen Vorgehensweise rund um die Machbarkeitsstudie befragt. Dabei erklärte die Verwaltung, dass bisher vier Gespräche mit den beteiligten Parteien – also GmbH, e.V. und Stadionbetreiber – geführt worden seien. In diesen Gesprächen seien Aufgaben verteilt worden, auf deren Zuarbeit man bis heute teilweise noch warte.
Besonders bemerkenswert fand ich dabei die Aussage der Verwaltung, dass die bisherigen Fragestellungen eher „oberflächlich“ gewesen seien und man selbst personell beziehungsweise kapazitiv gar nicht die Möglichkeit habe, so tief in die gesamte Thematik einzusteigen.
Auf Nachfrage von Herrn Pieper wurde zudem konkret das statische Gutachten des Stadiondaches thematisiert. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie tief die Verwaltung überhaupt mit den technischen Gegebenheiten vertraut ist – insbesondere auch im Hinblick auf mögliche Umbauten wie das Absenken eines Videowürfels.
Die Antwort der Verwaltung darauf war aus meiner Sicht ernüchternd: Man wisse lediglich, dass ein statisches Gutachten existiere und das Dach aktuell als sicher gelte. Gleichzeitig könne man aber nicht sagen, wie die tatsächliche statische Substanz des Daches aussieht beziehungsweise welche Lasten dort überhaupt angebracht oder aufgehängt werden könnten.
Positiv hervorheben möchte ich ausdrücklich Herrn Pieper von der SPD. Er hat mehrfach darauf hingewiesen, dass am 28. Mai der Fan-Stammtisch stattfindet. Außerdem machte er deutlich, dass er es schade findet, dass einige Parteien das Thema zunehmend zu einer Wahlkampfangelegenheit machen. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass genau diese Punkte beim Fan-Stammtisch sicherlich noch einmal kritisch hinterfragt werden.
Besonders hängen geblieben sind mir zwei Aussagen aus der Sitzung:
Zum einen Herr Cappelmann, der zuvor offenkundig erkennen ließ, dass er den Ideen eines Stadionneubaus grundsätzlich nicht abgeneigt ist – um dann im selben Atemzug für die gesamte CDU das Thema praktisch abzuräumen und sinngemäß zu erklären: „Machen wir nicht.“
Zum anderen die Grünen in Person von Herrn Mettell. Dort wurde sinngemäß erklärt, man wisse zwar durchaus, dass perspektivisch Handlungsbedarf bestehe, sehe aktuell aber keinen Anlass, in Hannover schnell tätig zu werden.
Ergänzend dazu blieb auch eine Aussage aus den Reihen der FDP im Gedächtnis. Der betreffende Vertreter, der wohl auch den Änderungsantrag mit formuliert hatte, erklärte sinngemäß, dass die Scorpions aktuell zwar nicht zwingend neu bauen müssten, für einen möglichen Neubau jedoch aus seiner Sicht nur das ehemalige Deurag-Nerag-Gelände in Misburg infrage käme. Begründet wurde dies vor allem mit der benötigten Flächengröße für ein solches Projekt.
Mein Eindruck nach dieser Sitzung ist leider, dass das Thema – mit Ausnahme der SPD – bei vielen Parteien zunehmend zu einem wahlkampftaktischen Thema wird. Dabei hätte man mit ernsthaften Verhandlungen und einer positiven Abstimmung über den gestrigen Antrag durchaus ein anderes Signal senden können.
Es bleibt spannend, wie es weitergeht – allerdings aktuell eher mit wenig Begeisterung.



