09.10.2026, 08:24
Hannover ist Indianerland
...das war mal das Markenzeichen der EC Hannover Indians, als Dritt- und später Zweitligist dem "großen Nachbarn" aus der Wedemark den Nummer-eins-Status in Hannover streitig zu machen, da man als Underdog wöchentlich fast dieselben Zuschauerzahlen vorweisen konnte als der im Jahr 2010 gekrönte Meister. Es war cool, als Underdog "gegen die da oben" zu sticheln. Damals standen wir noch für originelles Marketing - Stichwort "Kalt. Dreckig. Laut." Heute ziehen wir drei ehemalige Scorpions-Spieler vor die Instacam, die diesen Claim auf "wütend, flirty und fröhlich" aufsagen sollten. Kabitzky, Alderson und Reinig machten sich brav zum Horst und lachten, als hätte dieses Derby keine Bedeutung mehr.
Ja, mag mittlerweile vielen Fans so gehen, dass die hohe Anzahl an Aufeinandertreffen langweilen und viele das ätzend finden. Trotzdem ist gerade dieses Derby immernoch Publikumsmagnet. Vielleicht weniger auf dem Lande, aber in der Stadt sind die Spiele stets ausverkauft. Kurzum: Es hat immernoch eine Bedeutung. Und auch wenn die Mehrheit das Spiel eher gelassen verfolgt, so spürt ein jeder doch spätestens zum Auftaktbully, dass das Spiel eben nicht eines ist, wie jedes andere. Plötzlich bemerkt man doch an sich selbst, wie man sich anspannt, mitfiebert, Emotionen herauslässt. Egal ob live im Stadion oder vor den Bildschirmgeräten. Man freut sich, man hofft, man ärgert sich, man fiebert mit.
Und dann gibt es noch den Kern, die Fanszenen. Beide Szenen unterstützen ihr Team leidenschaftlich und sorgen mit ihren Choreos für den passenden Rahmen, für die Stimmung auf und abseits des Eises. Auf der anderen Seite der Bande. Bei keinem anderen Spiel wird der Gegner so früh im Stadion freundlich begrüßt. Bei keinem anderen Spiel ist der Jubel so ausgelassen wie im Derby. Und kein anderes Spiel in der Saison ist so wichtig für Einsatz, Willen, Leidenschaft wie dieses. Es geht ums Prestige. Auf dem Eis. Hinter der Bande. Bei den Sponsoren. Für die Kurven.
Es gab eine Zeit, da waren wir lange der glasklare Außenseiter und allein die Tatsache, dass wir überhaupt ein Tor erzielen konnten, sorgte für frenetischen Jubel. Es gab eine Phase in jüngster Vergangenheit, wo wir ebenfalls über 20 Derbyniederlagen am Stück schlucken mussten, obwohl man in der gleichen Liga spielt. Erstmals traf man 2013/14 nach langer Zeit in unterschiedlichen Ligen wieder aufeinander - auch da war die Favoritenrolle klar, aber die Spieler ließen ihr Herz auf dem Eis und als Brendan Sanders den 3:2-Siegtreffer in der Overtime erzielte, war das ein Gefühl der Unsterblichkeit. Am Pferdeturm wär beinahe das Dach weggeflogen. Auch die letzten Jahre waren die Scorpions auf dem Papier stets favorisiert, aber unter Joly durchbrachen wir den Derbyfluch. Blickt zurück, was das für Gefühle waren letzte Saison, als man unerwartetes erreichte. Denkt zurück an die vielen Derbysiege, die wir schon erleben durften. Das macht doch was mit einem. Das ist doch geil.
Und so ist es auch heute. Die Vorzeichen sind klar. Die Wedemark ist Favorit. Wir haben einen schwachen Saisonstart hinter uns. Und auch wenn kaum einer einen Pfifferling auf den ECH setzt heute Abend, kann dieses Spiel - dieses Derby - auch der Startschuss einer Serie sein. Einer Serie, wo wir eine Mannschaft sehen, die alles auf dem Eis lässt. Die die Zweikämpfe annimmt und physisch hart spielt. Die sich gegen die Angriffsbemühungen der Hausherren wehrt und selbst schnell umschaltet und gefährliche Konter fährt. Dessen Spieler überraschen und mit einzelnen Aktionen den Fans auf den Rängen zeigen, dass ihnen (a) die Bedeutung dieses Spiel bewusst ist und (b) sich für die blau-weiß-roten Farben zerreißen werden.
Und die zeigen werden, dass misslungene PR-Aktionen nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir nen geiles Team haben, dass heute den ersten von vier Derbysiegen holt. Kommt mal aus dem Quark! Auch ohne Menner und Bappert werden wir mit drei Punkten in unsere geliebte Messestadt zurückkehren und bis zum nächsten Derby den Nummer-1-Status der Stadt bewahren. Baindl als Trainer wird zeigen, dass dieses Spiel auch ein Brustlöser für ihn ist und nicht zuletzt Bacek & Thomson werden zusammen mit Ropers und dem neuen Physios hinter der Bande Zaubertränke zusammenmischen, dass wir 60 Minuten Vollgas geben werden. Nur um dann vollkommen entkräftet, aber glücklich behaupten zu können:
Hannover ist Indianerland.
...das war mal das Markenzeichen der EC Hannover Indians, als Dritt- und später Zweitligist dem "großen Nachbarn" aus der Wedemark den Nummer-eins-Status in Hannover streitig zu machen, da man als Underdog wöchentlich fast dieselben Zuschauerzahlen vorweisen konnte als der im Jahr 2010 gekrönte Meister. Es war cool, als Underdog "gegen die da oben" zu sticheln. Damals standen wir noch für originelles Marketing - Stichwort "Kalt. Dreckig. Laut." Heute ziehen wir drei ehemalige Scorpions-Spieler vor die Instacam, die diesen Claim auf "wütend, flirty und fröhlich" aufsagen sollten. Kabitzky, Alderson und Reinig machten sich brav zum Horst und lachten, als hätte dieses Derby keine Bedeutung mehr.
Ja, mag mittlerweile vielen Fans so gehen, dass die hohe Anzahl an Aufeinandertreffen langweilen und viele das ätzend finden. Trotzdem ist gerade dieses Derby immernoch Publikumsmagnet. Vielleicht weniger auf dem Lande, aber in der Stadt sind die Spiele stets ausverkauft. Kurzum: Es hat immernoch eine Bedeutung. Und auch wenn die Mehrheit das Spiel eher gelassen verfolgt, so spürt ein jeder doch spätestens zum Auftaktbully, dass das Spiel eben nicht eines ist, wie jedes andere. Plötzlich bemerkt man doch an sich selbst, wie man sich anspannt, mitfiebert, Emotionen herauslässt. Egal ob live im Stadion oder vor den Bildschirmgeräten. Man freut sich, man hofft, man ärgert sich, man fiebert mit.
Und dann gibt es noch den Kern, die Fanszenen. Beide Szenen unterstützen ihr Team leidenschaftlich und sorgen mit ihren Choreos für den passenden Rahmen, für die Stimmung auf und abseits des Eises. Auf der anderen Seite der Bande. Bei keinem anderen Spiel wird der Gegner so früh im Stadion freundlich begrüßt. Bei keinem anderen Spiel ist der Jubel so ausgelassen wie im Derby. Und kein anderes Spiel in der Saison ist so wichtig für Einsatz, Willen, Leidenschaft wie dieses. Es geht ums Prestige. Auf dem Eis. Hinter der Bande. Bei den Sponsoren. Für die Kurven.
Es gab eine Zeit, da waren wir lange der glasklare Außenseiter und allein die Tatsache, dass wir überhaupt ein Tor erzielen konnten, sorgte für frenetischen Jubel. Es gab eine Phase in jüngster Vergangenheit, wo wir ebenfalls über 20 Derbyniederlagen am Stück schlucken mussten, obwohl man in der gleichen Liga spielt. Erstmals traf man 2013/14 nach langer Zeit in unterschiedlichen Ligen wieder aufeinander - auch da war die Favoritenrolle klar, aber die Spieler ließen ihr Herz auf dem Eis und als Brendan Sanders den 3:2-Siegtreffer in der Overtime erzielte, war das ein Gefühl der Unsterblichkeit. Am Pferdeturm wär beinahe das Dach weggeflogen. Auch die letzten Jahre waren die Scorpions auf dem Papier stets favorisiert, aber unter Joly durchbrachen wir den Derbyfluch. Blickt zurück, was das für Gefühle waren letzte Saison, als man unerwartetes erreichte. Denkt zurück an die vielen Derbysiege, die wir schon erleben durften. Das macht doch was mit einem. Das ist doch geil.
Und so ist es auch heute. Die Vorzeichen sind klar. Die Wedemark ist Favorit. Wir haben einen schwachen Saisonstart hinter uns. Und auch wenn kaum einer einen Pfifferling auf den ECH setzt heute Abend, kann dieses Spiel - dieses Derby - auch der Startschuss einer Serie sein. Einer Serie, wo wir eine Mannschaft sehen, die alles auf dem Eis lässt. Die die Zweikämpfe annimmt und physisch hart spielt. Die sich gegen die Angriffsbemühungen der Hausherren wehrt und selbst schnell umschaltet und gefährliche Konter fährt. Dessen Spieler überraschen und mit einzelnen Aktionen den Fans auf den Rängen zeigen, dass ihnen (a) die Bedeutung dieses Spiel bewusst ist und (b) sich für die blau-weiß-roten Farben zerreißen werden.
Und die zeigen werden, dass misslungene PR-Aktionen nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir nen geiles Team haben, dass heute den ersten von vier Derbysiegen holt. Kommt mal aus dem Quark! Auch ohne Menner und Bappert werden wir mit drei Punkten in unsere geliebte Messestadt zurückkehren und bis zum nächsten Derby den Nummer-1-Status der Stadt bewahren. Baindl als Trainer wird zeigen, dass dieses Spiel auch ein Brustlöser für ihn ist und nicht zuletzt Bacek & Thomson werden zusammen mit Ropers und dem neuen Physios hinter der Bande Zaubertränke zusammenmischen, dass wir 60 Minuten Vollgas geben werden. Nur um dann vollkommen entkräftet, aber glücklich behaupten zu können:
Hannover ist Indianerland.


